Alle, Belletristik · 26. Januar 2026 „Das Buch der verlorenen Stunden“ – Hayley Gelfuso
Das Buch in einem Satz: Lisavet wurde im sogenannten Zeitraum versteckt, in dem die Erinnerungen aller Menschen gesammelt werden, und versucht dort, Erinnerungen zu retten, die aus den unterschiedlichsten Gründen von Menschen in verschiedenen Epochen zerstört werden sollen.
Lesenswert, weil der Roman der Frage nachgeht, was die Wahrheit ist: eine einzelne Erinnerung, die Erinnerungen aller Menschen oder die „Wahrheit des Siegers“?
Für alle, die „Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig mögen.
Ich war irgendwie auf einen Fantasyroman eingestellt, aber der Roman beginnt 1938 in der Reichskristallnacht. Damals hat der Vater von Lisavet sie im sogenannten Zeitraum versteckt, da die Nazis seinen Uhrenladen verwüsteten. Leider kann Lisavet nicht mehr hinaus und beginnt sich in diesem Raum voller Bücher mit all den Erinnerungen von Menschen einzurichten. Sie wird Zeugin, wen Deutsche, Russen, Engländer, Franzosen etc. immer wieder Erinnerungen zerstören, indem sie Bücher verbrennen. Als sie dabei von dem Zeithüter Ernest erwischt wird, erfährt sie mehr und mehr über den Zweck dieses Raumes und warum bestimmte Erinnerungen zerstört werden. Lisavet verliebt sich in Ernest, doch so einfach ist ein Zusammenleben nicht, wenn man Geheimnisse erfahren hat, die die Welt verändern können.
Der Roman hat mir sehr gefallen und ich war hin- und hergerissen, wurde wütend, war neugierig und verzweifelt und habe das Buch verschlungen. Es sind so viele wichtige Gedanken enthalten und gerade im Zeitalter von Fake News und KI-generierten Nachrichten ist das Thema super aktuell – auch wenn hier die Erinnerungen in analogen Büchern gesammelt werden, also auf richtig echtem Papier 😉.
Vielen Dank an den @dtv_verlag für das Leseexemplar.
Viel Vergnügen wünscht
Eure Anja
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