„Yesteryear“ – Caro Claire Burke

Das Buch in einem Satz: Natalie zeigt ihren Followern das romantisierte Leben einer Tradwife, bis sie plötzlich selbst in einer Welt aufwacht, in der dieses Leben ohne die Annehmlichkeiten der Moderne zum Alltag wird.

Lesenswert, weil es trotz der unterhaltsamen und teilweise chaotischen Handlung viele Denkanstöße liefert und zum Austausch anregt.

Für alle, die eine originelle Idee, viel Unterhaltung und eine Geschichte mit Diskussionspotenzial suchen.

Lieblingsstelle: „Früher wollte ich die Welt erobern, Mama. Aber jetzt habe ich die Welt gesehen, und ich will nichts mehr mit ihr zu tun haben.“

Yesteryear hat mich gleich von der ersten Seite gecatcht und ich musste mich wirklich zwingen das Buch nicht in einem Rutsch durchzulesen. Die Tradwife Thematik und der Schreibstil hatten auf mich einfach eine enorme Sogwirkung.

Das Buch ist aus der Perspektive der Protagonistin Natalie geschrieben. Natalie ist dabei eine unglaublich vielschichtige und komplexe Figur. Man könnte sagen, dass sie sowohl Bösewicht als auch Opfer dieser Geschichte ist, was sie für mich sehr nahbar gemacht hat.

Durch Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, lernt man sie immer besser kennen und kann sich dadurch zusammenreimen, warum sie heute so ist, wie sie ist.

Dieses Buch bietet viel Stoff zum Diskutieren und Nachdenken und ist für mich auch deshalb die perfekte Lektüre für einen Buchclub. Es behandelt Themen wie toxische und performative Weiblichkeit, Rollenbilder, Inszenierung auf Social Media, Mutterschaft, Religion etc. ohne, dass das Buch überladen wirkt.

Ich hatte viel Spaß beim Lesen und musste neben dem Hinterfragen und Nachdenken mancher Dinge auch unglaublich viel laut lachen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Yesteryear für mich ein ungewöhnliches Buch ist, das lange in Erinnerung bleiben wird.

Mein Jahreshighlight 2026 so far – wenn nicht sogar Lebenshighlight.
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