Das Buch in einem Satz: Verschiedenste Personen treffen in diesen Kurzgeschichten verschiedenste Entscheidungen, um der Frage „Was wäre, wenn..“ nachzuspüren.
Lesenswert, weil man sich mit den Figuren hervorragend identifizieren kann.
Für alle, die die eine oder andere amüsante Geschichte mit Tiefgang lesen möchten.
Endlich ist das Buch mit diesem coolen Titel als Taschenbuch erschienen. Normalerweise werde ich ja bei schönen Covern schwach, aber dieses Mal, war es eindeutig der Titel, der mich neugierig gemacht hat.
Es gibt ein Inhaltsverzeichnis, denn in diesem Band sind mehrere Kurzgeschichten enthalten, die aber eines gemeinsam haben: Jede Figur trifft eine Entscheidung. Sei es die Entscheidung, im Spiel mit dem Kind zu betrügen, um endlich auch mal bei Memory zu gewinnen, oder von einem Urlaub zu erzählen, der gar nicht stattgefunden hat oder eben die titelgebende Gießkanne mit dem Ausguss nach vorn aufs Grab zu stellen, um dem Witwendasein zu entkommen. Verbunden sind die Geschichten entweder durch wiederkehrende Figuren oder ein Thema, das aus mehreren Perspektiven beleuchtet wird.
Zunächst erschien mir der Schreibstil zu umgangssprachlich, mag ich es doch eigentlich lieber verschnörkelt und verschachtelt. Aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich der Wortwitz begeistert, über den ich immer wieder lachen musste. Mir hat die Geschichte der Witwe am besten gefallen, wobei ich mich über Georg Horvarth am meisten amüsiert habe. Saša Stanišić ist ein cooler Erzähler. Dies ist ein Buch für alle, die sich in Geschichten wiedererkennen möchten und auch über sich selbst lachen können.
Viel Vergnügen wünscht euch
Eure Anja