„Meine Familie, die AfD und ich“ – Leonie Plaar

Das Buch in einem Satz: Leonie Plaar erzählt von ihrer Familie, die sich zunehmend radikalisierte und ihrem Weg aus einem Umfeld, was im Widerspruch zu ihrem Selbst stand.

Lesenswert, weil die Verknüpfung aus politischen und sozialen Fakten mit persönlichen Erfahrungen sehr gut gelungen ist.

Für alle, die sich fragen, wie die Spaltung unserer Gesellschaft in den letzten Jahren so stark wachsen konnte.

Lieblingsstelle: „Geduld ist ein Luxus derer, die vom Hass der Rechtsextremen nichts zu befürchten haben.“

Leonie Plaar ist queer, politische Aktivistin, Historikerin und setzt sich auf ihren sozialen Plattformen immer wieder für Minderheiten ein. Außerdem ist sie Tochter eines AfD-Mitglieds. Ein Widerspruch, der in ihrer Familie immer wieder für kleinere und größere Auseinandersetzungen sorgte, bis sie schließlich einen Schlussstrich zog und den Kontakt vollständig abbrach.
In diesem Buch beschreibt die Autorin genau diesen Weg – wie alles begann, wie sie sich selbst fand und wie sie feststellte, dass ihre Familie ein Umfeld bot, dass im vollkommenen Widerspruch zu ihrer Person steht.

Ungeschönt, ehrlich und offen erzählt Leonie Plaar von ihren Erfahrungen mit ihrer Familie und der AfD. Dabei verknüpft sie die Geschehnisse mit historischen Fakten, aktuellen Analysen und weiteren aus den Medien bekannten Vorkommnissen. Sie erklärt, wie es dazu kommen konnte, dass diese Partei so viele Anhänger:innen finden konnte (und es immer noch tut) und was wir, die, die immer öfter zu Zielscheiben dieses Hasses werden, dagegen tun können.

Ich bin grundsätzlich schon ein Fan der Autorin und folge ihr seit Jahren auf Social Media. Dieses Buch hat mir wieder bewiesen warum. Danke @frauloewenherz.de für deine wertvolle Arbeit, deine eingesetzte Energie und Zeit und deine Offenheit. Dieses Buch war deutlich ergreifender, als ich es erwartet hatte. 😊

Viel Spaß beim Lesen!
Eure Karo