„Die Vogelinsel“ – Peter May

Das Buch in einem Satz: Ermittler Fin McLeod muss zurück auf seine Heimatinsel zwischen den schottischen Hybriden, um in einem Fall zu ermitteln, der weit in seine eigene Vergangenheit reicht.

Lesenswert, weil die Inselwelt perfekt und atmosphärisch in Szene gesetzt wird.

Für alle, die literarische Krimis mögen, die an Elisabeth George erinnern.


Lewis heißt die schottische Insel zwischen den Hybriden, auf der ich Fin McLeod bei seinem ersten Fall gefolgt bin. Auf rund 400 Seiten erzählt Peter May den aktuellen Fall, der den Edinburgher Ermittler mit gemischten Gefühlen zurück auf seine Heimatinsel beordert. Wie in allen Inselgeschichten finden wir einen Menschenschlag vor, der besonders ist: wortkarg, zusammenhaltend und misstrauisch gegen Obrigkeiten, vor allem vom Festland. In Rückblenden erfahren wir mehr über Fins Aufwachsen auf Lewis, das in vielerlei Hinsicht traumatisch war.

Ein literarischer Krimi, bei dem der Fall immer wieder in den Hintergrund tritt, um zu erzählen, wie es zu den Ereignissen überhaupt kommen konnte. Der Showdown auf dem Felsen voller Gugas (Tölpel) im stürmischen schottischen Wetter bringt vieles ans Licht und Klarheit in den Fall. Ich habe viel gelernt über die Lebensweise der Inselbewohner, und ihrer Traditionen. Das ist kein Pageturner im eigentlichen Sinne, aber ein Buch voller Atmosphäre und intensiv gezeichneten Charakteren und daher eine absolute Leseempfehlung. Sicherlich auch durch die tolle Übersetzung von Anke & Eberhard Kreutzer. Band 2 ist auch gerade im Januar erschienen und wartet schon auf meinen unendlichen Stapel der ungelesenen Bücher (USUP 😉), damit im Mai Teil 3 auch einziehen kann.

Vielen Dank an den @kampaverlag für das Lex.

Stürmischen Lesespaß wünscht Euch
Tanja