Alle, Belletristik · 24. März 2026 „Die Glocke im See“ – Lars Mytting
Das Buch in einem Satz: Eine wunderschöne Kirche soll aus Norwegen nach Dresden ziehen und dabei ringen Astrid, der Architekt und der Pfarrer mit sich und ihrem Schicksal.
Lesenswert, weil dieser Roman die Stille und Schönheit Norwegens widerspiegelt.
Für alle, die „Bergleuchten“ gern gelesen haben und mal eben kurz nach Norwegen lesen möchten.
Gute Textstelle: „Der verharschte Schnee knirschte“ (S. 157)
Im Buchladen geben wir gerne Buchtipps und oft bekommen wir auch gute Buchtipps zurück. Dieses Buch ist so ein guter Tipp, denn der Roman ist von 2020, also mal nicht nigelnagelneu.
Für den deutschen Studenten Gerhard geht es in ein norwegisches Dorf im Jahr 1880. Dort soll er die alte Stabkirche dokumentieren und für den Ab- und späteren Wiederaufbau skizzieren, denn die Kirche kommt nach Dresden. Dort angekommen lernt er die Norwegerin Astrid kennen und verliebt sich in sie. Für Astrid ist es ungeheuerlich, dass diese Kirche mit den berühmten Schwesterglocken ihr Dorf verlassen soll. Der junge Pfarrer Kai, dessen Idee das überhaupt erst war, sieht darin eine Chance, sich einen Namen und gleichzeitig auch Karriere zu machen. Doch dabei hat er nicht an Astrid gedacht, in die er sich ebenfalls verliebt.
Ein historischer Roman, der mich mit der Legende um die beiden Glocken sofort fesselte. Der harte Alltag in einem so abgelegenen Dorf und mit wenig Möglichkeiten gerade für Frauen ist hier das Thema. Gleichzeitig lernen wir mit Astrids Geschichte den harten Alltag und die wenigen Möglichkeiten für Frauen in so einem abgelegenen Dorf kennen. Ihre Sehnsucht und Wut sind es, die die Handlung vorantreiben. Zum Romanende war ich dann echt gepackt und musste auch ein Tränchen verdrücken. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Teile dieser Trilogie, wenn ich mich wieder nach Norwegen lese.
Eure Anja
Übersetzt von:Hinrich Schmidt-Henkel
Umfang:482
Preis:15,00 €
ISBN:978-3-458-3647-57
Verlag:Insel Verlag GmbH
Gleich
bestellen?
04161-9999700Shop

