Das Buch in einem Satz: Leonie Schöler erzählt von den unbesungenen Held:innen der europäischen Geschichte, die nicht selten hinter den Erfolgen wohlbekannter Männer standen.
Lesenswert, weil die Frauen in diesem Buch deutlich mehr Aufmerksamkeit verdienen.
Für alle, die unsere Geschichte aus einem neuen Blickwinkel erlesen wollen.
Lieblingsstelle: „Wenn die Leistungen der Frauen so irrelevant wären, hätte nie ein Mann Anspruch erhoben.“
„Beklaute Frauen“ von Leonie Schöler ist ein unglaublich starkes Buch, durch das ich so viel lernen konnte, dass ich mehrere Seiten meines Buchjournals nur mit Notizen über all diese beeindruckenden Frauen gefüllt habe. Frauen, wie Noor Inayat Khan, den Mujeres Libres, Sophia Duleep Singh, Mileva Marić(-Einstein), Clara Immerwahr, Rosalind Franklin oder Lise Meitner.
Natürlich ist es unmöglich in einem einzigen Buch alle vergessenen und verdrängten Frauen* der Geschichte zu beleuchten. Deswegen ist dieses Buch auch nur ein Anfang. Ein wichtiger und sehr wertvoller Anfang! Und hoffentlich werden noch viele weitere Bücher in diesem Sinne und Stil folgen, bis die Geschichte irgendwann endlich ALLE Held:innen der Vergangenheit, losgelöst von Geschlecht, Ethnie, Herkunft, Sexualität oder körperlicher Verfassung, feiert und über sie erzählt.
In diesem Sinne kann ich dieses Buch nur jedem Menschen ans Herz legen.
Eure Karo