Das Buch in einem Satz: Sophie folgt einem spontanen Impuls und lernt, dass man sich manchmal erst verlieren muss, um sich selbst zu finden.
Lesenswert, weil das Buch zeigt, wie schön und befreiend ein Neuanfang sein kann.
Für alle, die das „Jetzt“ im Leben zu oft aus den Augen verlieren
Sophie merkt, dass sie ihr Leben eigentlich nur noch zwischen Excel-Tabellen und Tagträumen verbringt. Also macht sie etwas maximal Unvernünftiges: Sie kauft spontan ein altes Haus in einem kleinen Dorf in der ostdeutschen Provinz für 3000 Euro. Ohne Plan, ohne Ahnung.
Und genau dieses Unvernünftige macht das Buch gut.
Während überall ständig von Selbstoptimierung und „dem perfekten Leben“ geredet wird, geht es hier einfach ums Losgehen, Ausprobieren, Scheitern, Improvisieren und darum, nicht alles komplett zu zerdenken.
Das Buch ist ruhig erzählt und gleichzeitig voller Leben. Man begleitet Sophie beim Renovieren, Überfordertsein, Kartoffeln pflanzen und dabei, wie sie Stück für Stück wieder mehr bei sich selbst ankommt.
Besonders mochte ich die Dorfatmosphäre und Menschen dort: direkt, trocken, unaufgeregt.
Kein kitschiger „Alles wird gut“-Roman, sondern eine authentische Geschichte darüber, was passiert, wenn man aufhört, nur aus dem Fenster zu schauen und einfach losgeht.
Und auch wenn Sophie grade mal 25 Jahre alt ist, kann ich das Buch allen unabhängig vom Alter empfehlen. Wir alle vertragen eine Erinnerung das Leben im „Jetzt“ zu genießen und nicht ständig an ein „Danach“ zu denken.
Ein starkes Debüt von Anna Katharina Scheidemantel.
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