„Pina fällt aus“ – Vera Zischke

Das Buch in einem Satz: Als die alleinerziehende Pina plötzlich ausfällt, bringt ihr 20-jähriger Sohn Leo eine ungewöhnliche Hausgemeinschaft dazu, über sich hinauszuwachsen und zeigt, wie viel Kraft in Zusammenhalt und Menschlichkeit steckt.

Lesenswert, weil es ein ergreifendes Buch über Themen wie Inklusion und Verantwortung ist.

Für ausnahmslos alle!

Lieblingsstelle: „Vielleicht sollten wir darüber nachdenken, ob es nicht vielmehr ein Spektrum des Menschseins gibt, auf dem sich alle irgendwie bewegen, nur eben jeder an einer anderen Stelle.“

Eigentlich könnte ich diese Rezension einfach nur mit Textstellen aus dem Buch füllen, denn diese sprechen für sich und würden euch alle mit Sicherheit überzeugen dieses unglaublich kluge Buch zu lesen.
„Pina fällt aus“ ist ein Buch, bei dem man sich denkt „Ich lese mal eben kurz rein“ und plötzlich hat man es doch in einem Rutsch durch.

Im Mittelpunkt steht Pina, die ihr Leben ganz ihrem Sohn Leo widmet, der die Welt auf seine eigene Weise erlebt. Als sie plötzlich ausfällt, bleibt Leo nicht nur allein zurück, auch die Nachbarn, die bisher kaum etwas miteinander zu tun hatten, müssen plötzlich zusammenhalten.
Und genau hier entfaltet die Geschichte ihren besonderen Zauber: Aus Fremden wird nach und nach eine Gemeinschaft, in der jeder seinen Platz findet.

Vera Zischke greift die Frage, was eigentlich als „normal“ oder „einfach“ gilt, sehr feinfühlig auf und lässt sie ganz natürlich in die Geschichte einfließen, sodass man beim Lesen unweigerlich anfängt, die eigene Sicht darauf zu überdenken.

Trotz der ernsten Themen, die aufgegriffen werden, fühlt sich alles erstaunlich leicht und nahbar an. Mit leisen, warmen und manchmal sogar humorvollen Szenen. Die Figuren sind dabei so vielschichtig und machen die Geschichte zu etwas ganz Besonderem.

Ein ehrlicher Roman über Menschlichkeit und die unerwartete Kraft von Gemeinschaft. Absolutes Must-Read!

Eure Wiki