„Ein Haus für alle“ von Ursula Wölfel

Heute werfen wir einen näheren Blick auf den Bullengewinner von 1991: „Ein Haus für alle“ von Ursula Wölfel.

Dana wächst auf einem großen Hof in Österreich auf. Dort muss sie schon früh mit anpacken. Doch sie sehnt sich nach mehr: Sie möchte die Welt sehen. Diese Sehnsucht wird durch die Besuche jungerer Wanderer im Sommer noch verstärkt und eines Tages lässt sie ihre Heimat hinter sich. Sie folgt dem Angebot einer Wanderin und fährt ins Ruhrgebiet und bleibt. Doch der zweite Weltkrieg beginnt und Dana hat einen geistig behinderten Sohn zu Hause…

Es gibt recht viele Bullengewinner, die den zweiten Weltkrieg thematisieren. Doch ich finde es erfreulich, wie jedes Buch einen anderen Aspekt beleuchtet. Hier geht es vor allem um den Umgang mit geistig behinderten Kindern. Somit ist auch dieses Buch alles andere als eine leichte Lektüre. Man fiebert die ganze Zeit mit dieser bunten Familie mit und hofft nur das Beste für sie, wobei man doch weiß, was folgt.

Wölfel beschreibt auf subtile Weise die Grausamkeiten, die die Kinder erleiden mussten und die Kälte der Ausführenden.

Doch auch bei dieser dunklen Geschichte werden immer wieder Lichtpunkte eingestreut und Personen gezeigt, die sich ihre Menschlichkeit bewahren konnten.

„Ein Haus für alle“ ist ein gelungener Roman, den man seine Kinder lieber nicht alleine lesen lässt, sondern dabei im Dialog mit ihnen bleibt und wichtige Erklärungen liefert.

Eure Katja vom Team Schwarz auf Weiß

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